Schiffszuschlag

«Schiffszuschlag führt nicht zu Image-Schaden des ZVV»

Der Schiffsfünfliber ist offenbar nur für die Passagiere auf Zürichsee und Limmat ein Ärgernis. Auf den Zürcher Verkehrsverbund färbt das nicht ab. Dessen Image ist so gut wie nie zuvor, antwortet der Regierungsrat auf eine Anfrage.

Trotz Rückgang der Passagierzahlen erfreuten sich Schifffahrt und ZVV hoher Kundenzufriedenheit, beantwortet der Regierungsrat die Frage zum Imageschaden durch den Zuschlag.

Trotz Rückgang der Passagierzahlen erfreuten sich Schifffahrt und ZVV hoher Kundenzufriedenheit, beantwortet der Regierungsrat die Frage zum Imageschaden durch den Zuschlag. Bild: Moritz Hager

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Der Zürcher Regierungsrat will erst nach drei Jahren Bilanz über den seit Dezember für Kursfahrten mit der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) fälligen 5-Franken-Zuschlag ziehen. Das geht aus der Antwort hervor, die er auf die Anfrage der Kantonsräte Tobas Mani (EVP, Wädenswil), Jonas Erni (SP, Wädenswil) und Hanspeter Hugentobler (EVP, Pfäffikon) gegeben hat (siehe ZSZ von gestern). «Aus heutiger Sicht besteht für den Regierungsrat kein Anlass, den Schiffszuschlag wieder abzuschaffen», heisst es darin.

Studie zu internen Zwecken

Die Kantonsräte fragten auch nach dem «Imageschaden» für den Zürcher Verkehrsverbund. Dies, weil das Motto des ZVV – «Ein Billett für alle Verkehrsmittel» – mit dem Schiffsfünfliber verletzt werde.

Dazu antwortet der Regierungsrat: «Der Schiffszuschlag hat nicht zu einem Image-Schaden des ZVV geführt. Anlässlich der im Juni durchgeführten Image-Umfrage erhielt er sogar die höchste Beurteilung seit Einführung der Umfrage.» Wie eine solche Erhebung aussieht, erklärt Thomas Kellenberger, Kommunikations-Leiter des ZVV. Demnach handelt es sich um eine Imagebefragung, die der ZVV alle drei Jahre zu internen Zwecken durchführt. Die Befragung findet online statt mit einem repräsentativen Sample aus dem Gebiet des Kantons Zürich von 1000 Befragten.

Wo sie leben und welche Verkehrsmittel sie benützen, bleibt offen. «Eine Aufschlüsselung nach Gemeinden liegt nicht vor, ebenso wenig eine Aufschlüsselung nach Verkehrsunternehmen», sagt Kellenberger. Auch werde diese Befragung nie öffentlich zugänglich gemacht.

5000 bis 6000 Befragte

Die Servicequalitätsumfrage wiederum misst die Zufriedenheit der Benützer der Verkehrsbetriebe im ZVV. Laut ZVV-Sprecher Kellenberger handelt es sich bei dieser seit Jahren durchgeführten Erhebung um die Messung der Servicequalität im gesamten ZVV.

Hierzu werden jeweils im Frühling und im Herbst rund 5000 bis 6000 Passagiere im gesamten ZVV, also bei allen Transportunternehmen befragt. Zum Ergebnis bei den Schiffsfahrgästen schreibt der Regierungsrat: «Die Bewertung der ZSG in der Kundenzufriedenheitsumfrage vom Frühling 2017 fiel wiederum sehr gut aus. Sie liegt weiterhin auf sehr hohem Niveau und nur leicht niedriger als in der vorhergehenden Umfrage.»

Personal stärker belastet

Im an der Generalversammlung der ZSG am 3. Juli präsentierten Geschäftsbericht hiess es: «Die ZSG hat mit 87 von möglichen 100 Punkten Gesamtzufriedenheit einmal mehr hervorragend abgeschnitten.»

In seiner Antwort auf die kantonsrätliche Anfrage erwähnt der Regierungsrat auch die Lage im Schiffspersonal: «Die Belastung für die Mitarbeitenden der ZSG hat seit der Einführung des Schiffszuschlags zugenommen, insbesondere im Zusammenhang mit Diskussionen über den Zuschlag an Bord. Bei den Passagieren liegt es in der Natur der Sache, dass sie sich zum Schiffszuschlag teilweise kritisch äussern.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.10.2017, 16:26 Uhr

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