Zürichsee

Petition gegen Hornverbot legt stark zu

Innerhalb von wenigen Tagen haben über 2500 Personen die Online-Petition gegen das Hornverbot unterschrieben. Den Initianten erstaunt die Entwicklung. Er will der Bevölkerung die Gelegenheit geben, mitzureden.

Die Petition gegen das Hornverbot für die Zürichsee-Schiffe findet im Internet grossen Anklang.

Die Petition gegen das Hornverbot für die Zürichsee-Schiffe findet im Internet grossen Anklang. Bild: Archiv Sabine Rock

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Das ging schnell. Noch am Dienstagabend hatten deutlich weniger als 100 Personen das Anliegen «Schiff-Hornen erlauben: zur Sicherheit auf dem Zürichsee» unterstützt. Am Mittwochabend waren es weit über 1200 und gegen Ende Woche gar über 2500.

Ein Grund für den raschen Anstieg dürfte auch die einsetzende Berichterstattung der Medien sein. Nach dem ersten Artikel in der ZSZ erschienen auch Berichte auf den Websites von «Blick» und «20 Minuten». Den Stäfner Andreas Waber, der die Petition lanciert hat, freut diese Entwicklung. «Ich habe das zwar gehofft. Das Tempo in den letzten 12 Stunden erstaunt mich aber», sagt Waber auf Anfrage. Gestartet hat er die Petition, «um herausfinden wie viele Menschen um den Zürichsee gegen diesen Entscheid des Bundesamts für Verkehr (BAV) sind». Dies nachdem viel über das Thema geschrieben und gepostet worden sei. Eine Online-Petition sei schnell und transparent, darum habe er diesen Weg gewählt, sagt Waber.

Hoffen auf Dialog

Doch was erhofft sich der Initiant von seiner Petition? Er könne nicht sagen, wieviele Unterstützer er zu finden hofft. Ein Ziel hat sich Andreas Waber nicht gesetzt. Ob er tatsächlich bis zu Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP) durchdringt, ist für Waber offen. «Wenn sie das ganze als Dialog mit den Bürgern sieht, dann rechne ich mit einer Antwort», sagt er.

In den Kommentarspalten der Onlineplattformen gehen die Wogen wieder hoch. Der verantwortliche Anwohner wird wahlweise in die Sahara oder in die Berge gewünscht. Die Meisten finden, dass das Hornen bei den Schiffen dazugehört. Viele regen sich darüber auf, dass ein Einzelner ein Verbot durchsetzen kann. Es gibt aber auch Kommentierende, die den Anwohner in Schutz nehmen. Das Gesetz sei schliesslich klar, meint ein Leser auf «20 Minuten». Ein Anderer will gleich auch noch das Läuten der Kirchenglocken abschaffen.

Hintergrund der Kontroverse am Zürichsee ist ein Entscheid des BAV, das die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) darauf aufmerksam machte, dass das Gesetz ein kurzes Hornen beim An- und Ablegen nicht erlaube. Das BAV angerufen hatte ein Mann, der in Stäfa seinen Zweitwohnsitz hat. Erlaubt bleibt ein viersekündiges Warnsignal, wenn sich Schwimmer oder Boote im Weg befinden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.08.2017, 17:09 Uhr

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