Rapperswil

Schloss-Vision muss angepasst werden

Statt Wechselausstellung nur noch eine Dauerausstellung, statt 100 000 Besucher nur noch 60 000. Die Vision für das Schloss Rapperswil von Otto Steiner kann umgesetzt werden, denkmalpflegerische Ansprüche machen jedoch Änderungen nötig.

Die Schlossvision des Büros Steiner Sarnen mussten überarbeitet werden.

Die Schlossvision des Büros Steiner Sarnen mussten überarbeitet werden. Bild: Manuela Matt, Archiv

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Bevölkerung soll das Schloss in Beschlag nehmen und die Geschichte des historischen Gemäuers entdecken und erleben. Die Grundidee der Schloss-Vision von Otto Steiner wird weiterverfolgt, das gab die Ortsgemeinde am Mittwoch an einer Pressekonferenz bekannt.

Vor einem Jahr hatte das Kreativbüro Steiner aus Sarnen die Ideen für die zukünftige Nutzung des Schlosses erstmals präsentiert. Nun haben die Verantwortlichen aufgrund der Rückmeldungen der kantonalen Denkmalpflege und eines Baugeschichtlichen Gutachtens die Vision überarbeitet. Die Veränderungen sind teils tiefgreifend.

Keine Mauerdurchbrüche

Auf neue Mauerdurchbrüche im Gügelerturm muss verzichtet werden. Diese Bausubstanz aus dem Mittelalter darf nicht zerstört werden. Das hat Folgen: Ein geplantes Scharniergebäude zwischen dem Hauptgebäude und dem Turm muss angepasst werden, zwei Etagen im Turm können nicht mehr wie geplant als Ausstellungsort genutzt werden.

Auf konzeptioneller Ebene kommt es damit aber auch zur gewichtigsten Änderung. Statt jährlich wechselnder Ausstellungen wird nur noch eine Dauerausstellung geplant. Damit sinkt auch die erwartete Besucherzahl auf 60 000 Gäste pro Jahr, in der ersten Vision war von 100 000 Besuchern die Rede. «Das Haus hat Respekt verdient, wir wollen dort keine Chilbi veranstalten», sagte Ortsgemeindepräsident Matthias Mächler vor den Medien. Trotz einer Dauerausstellung sind Ortsgemeinde und Stadt überzeugt, dass mit der Weiterentwicklung der Vision Steiner eine «attraktive und zukunftsträchtige Lösung vorliegt.» (zsz.ch)

Erstellt: 25.11.2015, 12:14 Uhr

Artikel zum Thema

Denkmalpflege äussert Bedenken zur Schlossvision

Rapperswil-Jona Die kantonale Denkmalpflege hat eine baugeschichtliche Abklärung zum Schloss Rapperswil verlangt und behält sich vor, gegen die geplanten Mauerdurchbrüche Einspruch zu erheben. Dann müsste das Büro Steiner Sarnen seine Vision nochmals grundlegend überarbeiten. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben