Obersee

Weitere Diskussion um Rundfahrt

Für 2016 ist die Obersee-Rundfahrt gerettet. Doch wie sieht es 2017 aus? Wer stopft das Loch in der Kasse? Darüber diskutieren heute die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) und die Oberseegemeinden.

Wie die Zukunft der Obersee-Rundfahrt aussieht, darüber diskutieren die Oberseegemeinden und die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft.

Wie die Zukunft der Obersee-Rundfahrt aussieht, darüber diskutieren die Oberseegemeinden und die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft. Bild: Archiv, Manuela Matt

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In der Hauptsaison verkehren auf dem Obersee täglich zwei Rundfahrtenschiffe. Das eine wird vom Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) im Grundangebot finanziert, das andere von den Oberseegemeinden. Diese hatten sich einen zweiten Rundkurs ausdrücklich gewünscht und sich auch bereit erklärt, die Kosten zu tragen. Den Hauptanteil daran übernahmen Rapperswil-Jona und Freienbach mit je rund 90 000 Franken. Weiter beteiligten sich die Gemeinden Lachen (39 000 Franken), Schmerikon und Altendorf (je 19 500 Franken).

Während für die St.?Galler Gemeinden ihre Beiträge nie zur Diskussion standen, wollten die Schwyzer Gemeinden ihren Anteil halbieren. Dies, weil an den Schwyzer Stegen nur verhältnismässig wenige Passagiere zustiegen. Weil die Fahrpläne aber bereits bekannt waren und eine Streichung des Kurses nicht mehr infrage kam, einigten sich die Agglo-Obersee-Gemeinden und die ZSG für 2016 auf einen Kompromiss. Die Beiträge der Schwyzer Gemeinden wurden um einen Viertel reduziert, für den Fehlbetrag von 37 000 Franken sprang die ZSG selbst in die Bresche, machte aber auch deutlich, dass dies für 2017 keine Option mehr sein würde. Heute treffen sich die ZSG und die Gemeinden zu einer Sitzung zum «Wie weiter?». Für die ZSG ist die Ausgangslage offen, wie Direktor Roman Knecht auf Anfrage sagte: «Es gibt derzeit weder einen konkreten Kompromiss noch einen konkreten Finanzierungsvorschlag.»

Erst der Auftakt

Die Oberseegemeinden haben zwar ihre Absichtser­klärungen abgegeben. In die Karten blicken lassen will sich aber noch niemand. Fest steht: Die Gemeinden möchten die Obersee-Rundfahrt grund­sätz­lich erhalten, nur scheint einigen der Preis zu hoch zu sein. «30 Franken Quersubventionen pro Person, die in Altendorf das Schiff besteigt, das ist zu viel», sagt zum Beispiel der ­Altendörfler Gemeindepräsident Beat Keller. Auch für die St.?Galler Gemeinden dürfte die finanzielle Schmerzgrenze ir­gend­wann erreicht sein. Das Pokerspiel um die Rundfahrt läuft. Während die Schwyzer Gemeinden nicht bereit sein dürften, künftig tiefer in die Tasche zu greifen, wäre die Finanzierung über den ZVV theoretisch eine Möglichkeit.

Wann Resultate aus den Gesprächen vorliegen, ist derzeit offen. Knecht geht davon aus, dass die heutige Sitzung erst Auftakt zu weiteren Besprechungen ist. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.08.2015, 08:26 Uhr

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